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Verdasco chancenlos, Wawrinka im Pech
Der Wind bläst Nadal und Youzhny ins Halbfinale
10.09., 09:40
Auch schwierige äußere Bedingungen haben Rafael Nadal nicht davon abgehalten, ohne Satzverlust ins Halbfinale der US Open zu stürmen. Fernando Verdasco, das kraftzehrende Viertelfinale noch in den Knochen, war ohne Chance. Jetzt trennt Nadal nur noch Mikhail Youzhny vom Endspiel, der Russe bezwang Stanislas Wawrinka knapp.

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Vorsicht bissig! Rafael Nadal stürmte ins US-Open-Halbfinale - zum dritten Mal in Folge.

Verdasco chancenlos, Wawrinka im Pech

Wer soll diese beiden stoppen? Wie Roger Federer am Vortag ist auch Rafael Nadal ohne Satzverlust ins Halbfinale der US Open vorgedrungen. Das Traumfinale, das es bislang in New York noch nie gegeben hat, rückt immer näher. Auch unangenehme Wetterverhältnisse - weiterhin wehten starke Böen durchs Arthur-Ashe-Stadium - hielten Nadal nicht von einem klaren Dreisatzerfolg gegen Landsmann Fernando Verdasco ab: In 2:21 Stunden setzte sich der Weltranglistenerste, der in Flushing Meadows noch nie im Finale stand, mit 7:5, 6:3 und 6:4 durch.

"Es fühlt sich schön an, zum dritten Mal in Folge hier im Halbfinale zu sein. Dies ist für mich das wichtigste Turnier", sagte Nadal nach seiner erfolgreichen Night-Session, die offenbar nur von außen so locker-leicht aussah: "Es war sehr schwer, vor allem, einen guten Aufschlag hinzubekommen. Sobald man den Ball warf, war er kaum noch zu kontrollieren." Und trotzdem kam das Match diesmal nicht in die Nähe eines Dramas, wie es Nadal und Verdasco im Viertelfinale der Australian Open 2009 noch zelebriert hatten.

Verdasco hatte einen solchen Fünfsatzkrimi im Achtelfinale gegen David Ferrer erst mitgemacht. "Ich wusste, dass Fernando vor zwei Tagen ein hartes Match hatte", sagte Nadal, "deswegen war er wohl ein wenig müder als normal. Es tut mir leid für ihn, aber es ist ein sehr wichtiger Sieg für mich." Der einzige Mini-Makel war zu verkraften: Im ersten Satz gab Nadal zum ersten Mal in diesem Turnier den eigenen Aufschlag ab.

Der zweite Satz als Schlüsselmoment - jetzt will Youzhny mehr

Nur Mikhail Youzhny trennt den Mallorquiner nun noch von der erstmaligen Endspielteilnahme in New York. Der Moskauer hatte sich zuvor gegen Murray-Bezwinger Stanislas Wawrinka in fünf Sätzen - 3:6, 7:6 (9:7), 3:6, 6:3, 6:3 - und knapp vier Stunden durchgekämpft, obwohl er bereits 1:2 in Sätzen zurückgelegen hatte.Zum zweiten Mal seit 2006, damals ebenfalls bei den US Open, steht Youzhny damit in einem Grand-Slam-Halbfinale.

"Der Tie-Break im zweiten Satz war sehr wichtig", bilanzierte Youzhny: "Wenn ich den nicht gewinne, liege ich 0:2-Sätze zurück. So aber stand's 1:1 und alles war wieder offen." Für Wawrinka war schon die Viertelfinalteilnahme der bislang größte Grand-Slam-Erfolg, vielleicht fehlte dem kampfstarken Schweizer nach dem Sieg gegen Mitfavorit Andy Murray und dem Fünfsatzkrimi gegen Sam Querrey auch ein wenig die Kraft. So war es Youzhny, der am Ende sagte: "Ich freue mich, im Halbfinale zu stehen, sehe das aber noch nicht als gutes Resultat an. Ich will mehr."