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Spanische Dominanz in New York
Murrays Marathon endet mit Krämpfen und dem Aus
06.09., 09:41
Federer, Nadal, Djokovic, Murray - so hießen die großen Favoriten auf den US-Open-Titel. Mit Letzterem hat nun einer aus dem Quartett nicht einmal den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Stanislas Wawrinka gewann das Marathon-Match. Rafael Nadal kam derweil wie fünf Landsmänner weiter. Bei den Damen ließ Titelverteidigerin Kim Clijsters Ana Ivanovic keine Chance.

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Geschlagen: Andy Murray verlässt nach seinem Drittrundenaus nachdenklich den Court.

Spanische Dominanz in New York

"Er hat besser gespielt. So einfach ist das": Viel mehr hatte Andy Murray nach seinem überraschenden Drittrundenaus gegen Stanislas Wawrinka nicht zu sagen. Kein Wunder, das 7:6 (7:3), 6:7 (4:7), 3:6, 3:6 hatte jede Menge Kraft gekostet. In dem 3:56 Stunden dauernden Marathon-Match hatte der Schotte gar mit Oberschenkelkrämpfen zu kämpfen. "Nachdem ich den zweiten Satz trotz Chancen nicht gewinnen konnte, habe ich meine Linie verloren", ärgerte sich Murray, als sein großer Traum erneut geplatzt war: Nach wie vor steht der Weltranglistenvierte, 2008 im US-Open-Finale Federer unterlegen, ohne Grand-Slam-Titel da.

Spanische Dominanz: Nadal & Co. besetzen New York

Locker kam derweil Rafael Nadal weiter. Der in New York topgesetzte Spanier und Weltranglisten-Führende gewann in 1:59 Stunden gegen Gilles Simon mit 6:4, 6:4, 6:2. Der Franzose hatte in der Runde zuvor Philipp Kohlschreiber als letzen deutschen Tennis-Herren aus dem mit 22,6 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Event geworfen.

Nächster Gegner im Achtelfinale für Nadal wird sein Landsmann Feliciano Lopez sein, dessen Drittrunden- Gegner Sergiy Stakhovsky aus der Ukraine bei einem 3:6, 0:4-Rückstand wegen einer Fußverletzung aufgab.

Eines steht jetzt, da noch nicht einmal das erste Achtelfinalmatch gespielt ist, bereits fest: Ein Halbfinalist wird aus Spanien kommen! Insgesamt kommen sechs der verbliebenen 16 Profis von der iberischen Halbinsel, und vier davon - Nadal gegen Lopez, Fernando Verdasco (Sieg über David Nalbandian) gegen David Ferrer - spielen einen Semifinal-Teilnehmer unter sich aus. Außerdem sind noch Tommy Robredo, der gegen Frankreichs Überraschungsmann Michael Llodra beim Stand von 3:6, 7:6 (8:6), 6:4, 2:1 von dessen Aufgabe profitierte, und Albert Montanes im Rennen. Für eine solche Dominanz bei den US Open hatten zuletzt 1969 die Australier gesorgt.

Den US-Amerikanern haben die Spanier damit längst den Rang abgelaufen. Immerhin stehen mit Sam Querrey und Mardy Fish noch zwei Akteure aus dem Gastgeberland im Achtelfinale. Wimbledon-Marathon-Mann John Isner dagegen verabschiedete sich in der Night-Session gegen Mikhail Youzhny. Der Russe gewann 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:5) 6:4.

"Das zeichnet halt einen Champion aus": Clijsters in bestechender Form

Bei den Damen hat Kim Clijsters einen weiteren Schritt zur Titelverteidigung gemacht und ließ im Duell der beiden einstigen Weltranglistenersten Ana Ivanovic (Serbien) mit 6:2, 6:1 keine Chance. "Ich bin sehr zufrieden. Der erneute Titelgewinn wäre ein Traum", sagte Clijsters, die vor einem Jahr in New York eines der größten Comebacks der Sport-Geschichte gefeiert. Nach der Geburt ihrer Tochter Jada und einer 27-monatigen Pause krönte sie ihre Rückkehr mit ihrem zweiten US-Open-Sieg nach 2005.

Mittlerweile ist Clijsters wieder die Nummer drei der Welt. Im Big Apple ist sie hinter Caroline Wozniacki (Dänemark) an Nummer zwei gesetzt. Für die unterlegene Ivanovic ist sie auch 2010 eine der Favoritinnen: "Sie hat sehr gute Chancen, hier wieder zu gewinnen, spielt wirklich gut. Und wenn's in engen Situationen drauf ankommt, kann sie sich immer steigern. Das zeichnet halt einen Champion aus", so die French Open-Gewinnerin von 2008.

Die Weltranglistenerste Serena Williams hatte die Teilnahme an ihrem Heim-Grand-Slam wegen eines Sehnenrisses im Fuß absagen müssen. Dafür gelang ihrer Schwester Venus durch ein 7:6 (7:3), 6:3 gegen Shahar Peer (Israel) der Sprung ins Viertelfinale, wo nun French-Open-Siegerin Francesca Schiavone wartet.