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Lombardei-Rundfahrt ohne Radio Shack
Armstrong-Team ruft CAS an
10.09., 12:18
Lance Armstrongs Radteam RadioShack hat wegen der Nicht-Berücksichtigung für die Lombardei-Rundfahrt den Internationalen Sportgerichtshof CAS angerufen. Das teilte das US-Team am Freitag mit. Nach Ansicht des Rennstalls haben die italienischen Renn-Organisatoren RCS Sport eine im Januar getroffene Vereinbarung gebrochen. Der Verhandlungstermin vor dem CAS steht noch nicht fest.

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Gerät mit seinem Team immer mehr ins Abseits: RadioShack-Teammanager Johann Bruyneel (links).

Lombardei-Rundfahrt ohne Radio Shack

Das Team habe erst aus der Presse erfahren, dass man nicht auf der Teilnehmerliste für das Rennen am 16. Oktober erscheine, teilte RadioShack mit. Der Rennstall des amerikanischen Tour-de-France-Rekordsiegers, hat den CAS aufgefordert, schnell über den Fall zu verhandeln. Das Team hofft auf Schadenersatz.

Die Ausladung von der Lombardei-Rundfahrt, dem fünften sogenannten Monument des Radsports, ist die Fortsetzung der Fehde zwischen dem US-Team und dem Veranstalter RCS. Im März hatte RCS RadioShack auch zu dem von der Organisation veranstalteten Giro d'Italia nicht eingeladen. Teammanager Johan Bruyneel bestand jedoch darauf, dass sein Team freiwillig auf einen Start verzichtet habe.

Unabhängig davon ist die Entscheidung von RCS ein weiterer Rückschlag für das Team um Armstrong. Bereits zur aktuell laufenden Vuelta war das Team nicht eingeladen worden. Zudem wird in den USA ermittelt, ob unter anderem gegen Armstrong und Bruyneel ein Verfahren wegen Betrugs und Verschwörung eingeleitet werden kann. Der siebenmalige Tour-Sieger und sein Mentor sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, bei ihrem ehemaligen Team US Postal ein Dopingsystem mit Hilfe von US-Steuergeldern finanziert haben.