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Reaktionen aus dem Fahrerlager zum Ferrari-Urteil
Ecclestone: "Regeln müssen überprüft werden"
09.09., 16:33
Nach dem milden Urteil gegen Ferrari in der Frage einer möglichen Teamorder beim Grand Prix in Hockenheim fallen die Reaktionen naturgemäß unterschiedlich aus. Während die italienische Presse das Urteil überwiegend begrüßt, kritisieren britische Medien die Entscheidung scharf. Auch in der Formel-1-Welt selbstgehen die Meinungen auseinander.

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Will die Teamorder-Regeln erneut überprüfen: F1-Boss Bernie Ecclestone.

Reaktionen aus dem Fahrerlager zum Ferrari-Urteil

So will Formel-Boss Bernie Ecclestone nach der Bestätigung der 100.000-Dollar-Strafe für Ferrari die Regeln "erneut überprüfen": "Wenn du die Reihenfolge deiner Fahrer ein paar Runden vor Schluss tauschst, bringt das den Sport in Misskredit. Aber wenn das früher passiert, habe ich kein Problem damit", so Ecclestone.

Sichtlich unangenehm waren Ferrari-Pilot Fernando Alonso die Nachfragen. "Es ist schon zu viel darüber geredet worden. Das ist für uns jetzt Vergangenheit", ließ er sich immerhin entlocken.

Die Absicht des Dachverbandes, das Thema neu zu regeln, wird aber von den Fahrern einhellig begrüßt. Für Weltmeister Jenson Button ist es beispielsweise wichtig, "dass die Regeln klar sind und alle gleich behandelt werden". Auch Adrian Sutil bemängelte, dass in den Regeln eben "nicht ganz genau schwarz auf weiß geschrieben steht, was man machen darf und was nicht". Für ihn geht die Entscheidung daher "in Ordnung".

Etwas anders sieht die Angelegenheit Norbert Haug: Der Mercedes-Motorsportchef forderte, die Regeln zu verschärfen: "Der Motorsport täte gut daran, im Sinne des Zuschauers und im Sinne des Sports das Reglement endgültig verbindlich so zu formulieren, dass von Start bis Ziel auf jeder einzelnen Position Rennen gefahren und freiwillig kein Meter Platz gemacht wird."