
Italienischer Rennstall darf Punkte behalten
"Fernando ist faster than you", klang es über den Ferrari-Funk. Angesprochen war Felipe Massa, der zu diesem Zeitpunkt Führende beim Rennen von Hockenheim. Alonso fuhr kurz darauf an Massa vorbei und gewann das Rennen vor dem Brasilianer. Der Rennstall sah darin aber keine Teamorder. Mit Funksprüchen seien die beiden Piloten lediglich auf die aktuelle Renn-Situation hingewiesen worden, beteuerte Teamchef Stefano Domenicali. Die Aktion hatte in der Formel 1 eine heftige Debatte über den Sinn des seit 2002 bestehenden Teamorder-Verbots ausgelöst. Das Verbot steht nach der Entscheidung von Paris jedoch auf der Kippe. Der Weltrat habe vorgeschlagen, den Bann der Teamorder aufzuheben, sagte der Chef des italienischen Motorsport-Verbands, Sticchi Damiani.
Direkt nach dem Grand Prix am 25. Juli hatten die Streckenrichter Ferrari für das dubiose Manöver in der 49. Runde zu dem Bußgeld verurteilt, der Fall wurde zudem an den Weltrat weitergegeben. Gemäß dem FIA-Regelwerk wären weitere Strafen von Punktabzug über eine Sperre bis hin zum WM-Ausschluss möglich gewesen.
Damit bleibt in der Fahrerwertung alles beim Alten. Fernando Alonso (141 Punkte) liegt vor Massa (109) auf Rang fünf, satte 41 Zähler liegt der Spanier hinter dem Gesamtführenden Lewis Hamilton. Somit haben beide Ferrari-Fahrer keine reellen WM-Chancen mehr.