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3. Spieltag: Löwen siegen in Ahlen
Der THW lässt Lemgo keine Chance
12.09., 19:18
Nur neun Minuspunkte kassierte der THW Kiel in den vergangenen beiden Spielzeiten. Fünf davon gegen den TBV Lemgo. Am Sonntag gab es für die ersatzgeschwächten Ostwestfalen an der Förde aber nichts zu holen. Wie die Kieler hielten sich auch die Rhein-Neckar Löwen, die sich in Ahlen durchsetzen, und die Füchse Berlin, die in Dormagen gewannen, weiter schadlos. Am Samstag zog Großwallstadt beim SCM den Kürzeren, Gummersbach kam in Göppingen mächtig unter die Räder.

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Lemgo geschlagen, Spitze gehalten: Dominik Klein und der THW Kiel.

3. Spieltag: Löwen siegen in Ahlen

Lemgo reiste am Sonntag mit großen Personalsorgen nach Kiel. Nach dem Ausfall der beiden Kreisläufer Preiß und Theuerkauf musste Rückraumspieler Ilyés einspringen. So wurde nichts aus einer weiteren Überraschung gegen den THW. Dennoch hielt der TBV beim Rekordmeister, der sich in der Offensive einige Fehler leistete, besser mit als es die Höhe der Niederlage vermuten lässt. Vor allem in der Defensive machten sich die Ausfälle bei den Gästen jedoch bemerkbar. Ihren Ausdruck fand die fehlende Abstimmung in den acht Toren, die THW-Kreisläufer Ahlm gelangen. In der Schlussphase warf der THW durch einige Konter das klare 35:26 heraus. Die Schützlinge von Alfred Gislason, die mit Frankreichs Nationalmannschafts-Kapitän Jerome Fernandez prominente Verstärkung bekommen, sind damit wie die Füchse Berlin und die Rhein-Neckar Löwen nach drei Spielen noch verlustpunktfrei.

Die Löwen fuhren bei Aufsteiger Ahlen-Hamm einen glanzlosen 28:25-Erfolg ein. Die Löwenverloren nach starkem Beginn ein wenig den Faden. So hielt der Underdog, für den Schmetz achtmal traf, gegen den Champions-League-Teilnehmer überraschend lange mit, bleibt nach der dritten Niederlage jedoch Liga-Schlusslicht. Die Kurpfälzer, die in Uwe Gensheimer (9/6) den besten Werfer der Partie in ihren Reihen hatten, feierten ihren dritten Sieg im dritten Spiel.

Magdeburg stark, Gummersbach kommt in Göppingen unter die Räder

Die SG Flensburg-Handeweitt stockte ihr Punktekonto am Samstag durch ein 30:24 bei der TSV Hannover-Burgdorf auf 6:2 auf. Svan Hansen (7), Carlen (6) und Eggert (5/2) waren die besten Schützen für die Norddeutschen, während bei den Burgdorfern Olsen (6/1), Johannsen (6) und Hallgrimmsson (5) am besten dagegenhielten.

Erneut stark präsentierte sich indes der SC Magdeburg, der dem TV Großwallstadt in der Bördelandhalle das Nachsehen gab. Über ein 20:11 zur Pause ging bis zum 34:25 für die Elbstädter, die zum Auftakt in Flensburg triumphiert und anschließend beim HSV verloren hatten. Torjäger Weber (8), Jurecki (7) und Natek (7) prägten das Spiel. Spatz (5/3) und Kneer (5) trafen für die Mainfranken (ebenfalls 4:2 Punkte) ordentlich.

Ebenso wie Großwallstadt erging es einem anderen Altmeister: Auch Gummersbach (4:2) gab erstmals Punkte ab. Die Bergischen verloren bei Frisch Auf Göppingen klar mit 26:37 (11:15). Michael Thiede (10) war der Mann des Abends bei den Schwaben. Göppingen zog mit dem VfL gleich. "Heute ist viel so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Torhüter hat gut gehalten, die Shooter haben getroffen", sagte Spielmacher Michael Haaß, der seinen Vertrag bei den Schwaben am Samstag bis 2013 verlängerte.

Erste Zähler gab es für Balingen-Weilstetten und Aufsteiger Friesenheim, die sich 30:30 (15:13) trennten. Herth (8/5) auf der einen sowie Bonnkirch (7) auf der anderen Seite hießen die Protagonisten für die bislang zählerlosen Teams. TuS N-Lübbecke glich sein Punktekonto im Spiel gegen die MT Melsungen durch ein 30:26 (15:10) auf 2:2 aus. Svensson (6) war bester Schütze der Hessen.

Kraus bester Werfer beim HSV-Sieg in Wetzlar

In Wetzlar zeigten beide Mannschaften am Freitag vor 3700 Zuschauern einen nervösen Beginn, vor allem die jeweiligen Angriffsreihen blieben zunächst einiges schuldig. So stand es nach sieben Minuten nur 3:3, ehe der HSV einen Gang zulegte und sich bis zur Halbzeit ein Vier-Tore-Polster herauswarf. Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Schwalb-Schützlinge die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und fuhren dank ihrer individuellen Klasse letztlich einen 27:22 (13:8)-Sieg ein. Michael Kraus wurde mit sieben Toren bester Werfer der Begegnung.

Der HSV, bei dem Routinier Torsten Jansen zu seinem 300. Pflichtspiel kam und dabei zugleich seinen 1200. Treffer im Hamburger Dress erzielte, rangiert damit auf dem zweiten Rang in der Tabelle.

Pettersson und Christophersen sichern Berlin den Sieg

Ganz oben stehen die Füchse Berlin, die auch in ihrem dritten Spiel siegreich waren. In der Dormagener HRC-Arena glückte den Hauptstädtern ein Start nach Maß. Früh führten sie mit 3:0, konnten sich danach aber doch nicht entscheidend absetzen. Denn DHC Rheinland kämpfte sich couragiert zurück und gestaltete das Match offener. Zur Pause lag der Gastgeber dann aber doch mit 7:11 zurück.

Nach der Halbzeit machten die Füchse zunächst nicht den Eindruck, als würden sie sich noch eine Blöße geben. In der 44. Minute führten sie bereits mit sechs Toren, ließen die Gastgeber dann aber immer näher heran kommen. Sechs Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung plötzlich nur noch zwei Treffer, doch zweimal Alexander Pettersson und einmal Sven-Sören Christophersen, die jeweils mit sechs Toren auch die beste Schützen der Partie waren, brachten den 24:19 (11:7)-Erfolg in trockene Tücher.

Statistik zu den Spielen

Sonntag

HSG Ahlen-Hamm - Rhein-Neckar Löwen 25:28 (11:13)

Tore für HSG Ahlen-Hamm: Schmetz 8/4, Simon 5, Clößner 4, Pomeranz 4, Göde 1, Hock 1, Machulla 1, Schröder 1
Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 9/6, Tkaczyk 6, Gunnarsson 4, Lund 3, Stefansson 3, Cupic 1, Groetzki 1, Myrhol 1
Zuschauer: 2579
Strafminuten: 10 / 2
Disqualifikation: Schröder (52./3. Zeitstrafe) / -

THW Kiel - TBV Lemgo 35:26 (18:13)

Tore für THW Kiel: Ahlm 8, Ilic 8/1, Jicha 5/1, Zeitz 5, Klein 3, Lundström 2, Palmarsson 2, Dragicevic 1, Sprenger 1
TBV Lemgo: Datukaschwili 5, Bechtloff 4, Hermann 4, Strobel 4, Ilyes 3, Smoler 3, Liniger 2/2, Glandorf 1
Zuschauer: 10250 (ausverkauft)
Strafminuten: 2 / 4 Samstag

FA Göppingen - VfL Gummersbach 37:26 (15:11)

Tore für Göppingen: Thiede (10), Haaß (7/1), Kaufmann (5), Kneule (4), Oprea (4), Häfner (4), Schubert (1), Horak (1), Späth (1)
Gummersbach: Wagner (4/4), Vukovic (4), Zrnic (3/1), Schindler (3), Anic (3), Wiencek (3), Krantz (2), Pfahl (2), Lützelberger (1), Rahmel (1)
Zuschauer: 4600

HBW Balingen-Weilstetten - TSG Friesenheim 30:30 (15:13)

Tore für HBW Balingen-Weilstetten: Herth 8/5, Lobedank 7, Boisedu 4, Bürkle 3, Ettwein 2, Temelkow 2, Ilitsch 1, Mitkov 1, Sauer 1, Wilke 1
TSG Friesenheim: Bonnkirch 7, Dietrich 6, Dissinger 5, Becker 3/2, Pewnow 3, Ancsin 2, Müller 2, Grimm 1, Matschke 1
Zuschauer: 2100
Strafminuten: 16 / 10

TSV Hannover-Burgdorf - SG Flensburg-Handewitt 24:30 (11:15)

Tore für TSV Hannover-Burgdorf: Johannsen 6, Olsen 6/1, Hallgrimsson 5, Jonsson 4/2, Jurdzs 2, Lehnhoff 1
SG Flensburg-Handewitt: Svan Hansen 7, Carlén 6, Eggert 5/2, Mogensen 3, Fahlgren 2, Heinl 2, Mocsai 2, Boesen 1, Karlsson 1, Szilagy 1
Zuschauer: 2662
Strafminuten: 8 / 10
Disqualifikation: - / Heinl (55./3. Zeitstrafe)

SC Magdeburg - TV Großwallstadt 34:25 (20:11)

Tore für SC Magdeburg: Weber 8, Jurecki 7, Natek 7, van Olphen 4, Wiegert 3, Doborac 2, Grafenhorst 2, Balogh 1
TV Großwallstadt: Kneer 5, Spatz 5/3, Kossler 2, Kunz 2, Köhrmann 2, Larsson 2, Schäpsmeier 2, Tiedtke 2, Jakobsson 1, Reuter 1, Szücs 1
Zuschauer: 4854
Strafminuten: 12 / 6

TuS N-Lübbecke - MT Melsungen 30:26 (15:10)

Tore für TuS N-Lübbecke: Svensson 6, Just 5, Niemeyer 5, Gustafsson 4, Løke 3, Olafsson 3/1, Tluczynski 2, Hansen 1, Remer 1
MT Melsungen: Vuckovic 6, Karipidis 5/4, Schöngarth 5, Sanikis 3, Allendorf 2, Danner 2, Klimovets 2, Brovka 1
Zuschauer: 1881
Strafminuten: 10 / 10

Freitag

DHC Rheinland - Füchse Berlin 19:24 (7:11)

Tore für DHC Rheinland: Nippes 5, Sveinsson 5, Holst 3/2, Mahé 3, Dmytruszynski 2/1, Linder 1 Füchse Berlin: Christophersen 6, Petersson 6, Wilczynski 5/2, Laen 3, Sellin 2, Nincevic 1/1, Richwien 1
Zuschauer: 1988
Strafminuten: 8 / 12

HSG Wetzlar - HSV Hamburg 22:27 (9:13)

Tore für HSG Wetzlar: Friedrich 7/5, Schmidt 4/1, Jungwirth 3, Müller 3, Chalkidis 1, Fäth 1, Kristjansson 1, Mraz 1, Valo 1
HSV Hamburg: Kraus 6/1, Marcin Lijewski 5, Lindberg 4/3, Bertrand Gille 3, Flohr 2, Hens 2, Jansen 2, Lackovic 1, Schröder 1, Vori 1
Zuschauer: 3463
Strafminuten: 6 / 10