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Hertha und Augsburg weiter auf Zebra-Jagd
5:5 - ein Leckerbissen in der Lausitz!
13.09., 22:06
Energie Cottbus und der Karlsruher SC haben sich am Montag mit einem unvergesslichen Fußballfest in die Geschichtsbücher eingetragen. Hertha BSC und der FC Augsburg behalten nach souveränen Siegen die weiße Weste und bleiben am MSV Duisburg dran. Die SpVgg Greuther Fürth ließ im Stadion-Jubiläumsspiel erstmals in dieser Saison Federn: 1:1 gegen Aachen.

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Voll durchgezogen: Fink schießt den Karlsruher SC mit 3:2 in Front und lässt Torwart Kirschbaum keine Chance.

Hertha und Augsburg weiter auf Zebra-Jagd

In Cottbus wurde am Montagabend Zweitliga-Geschichte geschrieben. Energie und der KSC lieferten sich einen Schlagabtausch, ein seltenes Offensivspektakel, von dem die Fans noch ihren Kindern erzählen werden! Am Ende stand ein 5:5, mit dem wohl beide Teams leben können. Die Trainer werden mit ihren Abwehrreihen aber wohl ein Videostudium in Angriff nehmen.

Schon in der spektakulären ersten Hälfte war im Stadion der Freundschaft enorm viel geboten. Cottbus ging früh mit 2:0 in Führung, doch der KSC bewies enorme Moral und drehte den Spieß komplett um. Vier Tore in 14 Minuten, und dies auf fremdem Platz, es war ein wahres Feuerwerk, das die Schupp-Elf vor der Pause abbrannte. Die Badener hatten aber auch nach Wiederanpfiff noch nicht genug, ruhten sich keineswegs aus, sondern legten sogar noch nach. Die Cottbuser Moral war aber trotz fünf Gegentreffern ungebrochen. Mit dem Herz in der Hand und einem nicht immer auf der Höhe agierenden KSC-Torhüter Nicht kam Cottbus noch zum viel umjubelten und keineswegs unverdienten Ausgleich.

Hertha und Augsburg marschieren

Topfavorit Hertha BSC zeigt im Unterhaus weiterhin keine Schwäche. Das Heimspiel gegen Bielefeld im gut gefüllen Olympiastadion (47.726 Zuschauer) war eigentlich schon nach sieben Minuten entschieden. 1:0 Friend, 2:0 Ramos! Die Arminia wurde anfangs förmlich überrannt. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken ließ es die Babbel-Elf im weiteren Spielverlauf etwas gemächlicher angehen, Bielefeld konnte das Tor von Aerts jedoch nicht ernsthaft gefährden. Friend machte im Schlussakt mit Saisontor Nr. 3 alles klar, Neuvilles Ehrentor (90.+1) kam zu spät.

Hertha BSC neun Punkte, FC Augsburg neun Punkte. Das Team von Jos Luhukay erledigte die vermeintlich schwere Aufgabe in Bochum ziemlich souverän. Torjäger Thurk, der im zweiten Abschnitt verletzt ausschied, trug sich erstmals in die Schützenliste ein, de Jong profitierte von einem kapitalen Schnitzer von VfL-Torwart Heerwagen (41.) - auch in Bochum stand es zur Pause schon 2:0. Der VfL kam ebenso wie Bielefeld nicht mehr zurück ins Spiel.

Im Jubiläumsspiel in Fürth - der Sportpark Ronhof (heute: Trolli Arena) wurde 100 Jahre alt - schaffte es die SpVgg derweil nicht, mit Duisburg, Augsburg und Hertha Schritt zu halten. Nach einem umstrittenen Handelfmeter (Stehle) führten die Franken durch Müller früh (6.), nach 20 Minuten kam die Aachener Alemannia, anfangs weiter ohne Kapitän Auer, besser ins Spiel. Gueye prüfte Grün im Strafraum (28.). Verdient war der Ausgleich allemal, wenngleich auch der zweite Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Sascha Thielert Fragen aufwarf. Höger war's egal, der 20-Jährige markierte vom Punkt sein zweites Saisontor (55.). In den Schlussminuten hatten Müller (83.) und Kleine (88.) sowie auf der Gegenseite Arslan (86.) noch das Siegtor auf dem Fuß, es blieb aber beim 1:1. Aachen wartet weiterhin auf seinen ersten Dreier.

Die Zebras entwischen den Löwen

In einer guten Partie lagen die "Löwen" am Samstag bei den Zebras zur Pause etwas glücklich mit 1:0 in Führung. Den Unterschied machte Lauth, der mit einem schönen Fernschuss eine von zwei Möglichkeiten für die Münchner nutzte. Die richtige Antwort fand Baljak unmittelbar nach der Pause, dessen Tor nicht weniger sehenswert war. Ohnehin ging es nur in eine Richtung, eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der MSV Duisburg nachlegte. Und nach einem groben Patzer der Löwen war erneut Baljak zur Stelle, der zum verdienten Lohn (drei Punkte und Platz eins) für die weiter makellosen Hausherren einschoss.

Fortuna hat das Glück verlassen

Der FSV Frankfurt war zunächst das bessere Team, ohne allerdings zu Zählbarem zu kommen. Die Fortuna aus Düsseldorf stand gut, spielte selbst ganz gefällig über die Außen, kam aber auch nicht zu einem Treffer. Kurz vor der Pause nutzten die Hessen dann einen Fehler der Gäste. Nach einer Ecke stimmte die Zuordnung nicht und schon lag die Meier-Elf zurück. Wenig später fast der Doppelschlag, doch Fillinger drosch den Ball aus kurzer Distanz drüber. Das Spiel blieb auch nach dem Wechsel auf sehr niedrigem Niveau, echte Chancen gab es hüben wie drüben lange Zeit nicht. Als der Ball dann zur vermeintlichen Vorentscheidung für die Hessen im Netz zappelte, wurde der Jubel wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen - zu Unrecht. Ausgleichende Gerechtigkeit als auch Torghelles Treffer nicht anerkannt wurde. Und so blieb es beim zweiten Saisonsieg für Frankfurt, während Düsseldorf mit null Punkten erstmal kleine Brötchen backen muss.

Osnabrück punktet im Aufsteigerduell

Der VfL Osnabrück hat einen Fehlstart vermieden und konnte im dritten Ligaspiel den ersten Dreier einfahren. Im Duell zweier Aufsteiger gewannen die Niedersachsen am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue mit 3:2 (0:0). Das Team von Karsten Baumann führte in einer packenden zweiten Halbzeit bereits mit 2:0, doch die Sachsen bewiesen Moral und kämpften sich nochmals zurück. Doch Siegert stellte in der Schlussphase den Sieg für Osnabrück sicher.

Mit Ingolstadt war auch der dritte Aufsteiger gefordert. Das Team von Trainer Michael Wiesinger verlor vor heimischem Publikum mit 1:2 (0:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen und legte endgültig einen Fehlstart hin. Das Schlusslicht zeigte lange Zeit in der Offensive Schwächen und wurde erst nach dem Anschlusstreffer zwingender. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen. Die Niederrheiner dagegen nutzten ihre wenigen Chancen eiskalt aus und feierten den zweiten Erfolg in Folge.

Union mit Dämpfer in Paderborn

Ohne Sieg nach drei Spielen ist auch noch der 1. FC Union Berlin. Die Eisernen verloren beim SC Paderborn mit 0:2 (0:0) und bleiben in den hinteren Regionen stecken. Die Paderborner können nach ihrem ersten Sieg dagegen beruhigter die kommenden Aufgaben angehen.