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WM: Deutschland unterliegt Argentinien
Aus der Traum!
10.09., 09:52
Die deutschen Hockey-Damen sind im Halbfinale der Weltmeisterschaft im argentinischen Rosario gescheitert. Vor 12.000 Zuschauern im ausverkauften Estadio Mundial von Rosario verlor das junge deutsche Team gegen Gastgeber Argentinien mit 1:2 (0:1). Im kleinen Finale trifft Deutschland am Samstag auf England. Argentinien und die Niederlande bestreiten das Endspiel.

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Vergeblicher Kampf: Fanny Rinne (rechts) hatte im Halbfinale gegen Argentinien mit Deutschland das Nachsehen.

WM: Deutschland unterliegt Argentinien

Das Spiel begann für Deutschland denkbar unglücklich. Wenige Sekunden nach dem Anpfiff wurde die deutsche Innenverteidigung auseinandergerissen, Leistungsträgerin Julia Müller fiel nach einem Stockschlag mit Verdacht auf Ellenbogenbruch (Radiusköpfchenfraktur) aus. Deutschland musste umstellen, das nutzten die Argentinierinnen, um Druck auf den deutschen Kreis aufzubauen. In der 25. Minute ließ Superstar Luciana Aymar nach einem tollen Solo vom Kreisrand Kristina Reynolds im deutschen Tor keine Chance.

Zur Pause führte Argentinien mit 1:0, doch nach dem Wechsel steigerte sich das deutsche Team, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen. Als Deutschland in der Schlussphaseauf den Ausgleich drängte, nutzte Argentinien einen Konter zum 2:0. Torhüterin Reynolds konnte einen Schuss von Soledad Garcia nur abtropfen lassen und Rosario Luchetti staubte ab (63.). Der Anschlusstreffer durch Maike Stöckel in der 69. Minute kam zu spät, um das Spiel doch noch zu kippen.

"Argentinien war sicherlich die bessere Mannschaft und ist der verdiente Sieger. Wir wollten das Halbfinale vor dieser unglaublichen Kulisse unbedingt gewinnen, aber schon nach einer Minute mussten wir durch die Verletzung von Julia Müller unsere Taktik umstellen", sagte Bundestrainer Michael Behrmann.

Im Spiel um Platz drei trifft die deutsche Mannschaft nun auf die Engländerinnen, die im ersten Halbfinale gegen Holland knapp mit 3:4 im 7-m-Schießen gescheitert waren. "Beide Teams müssen erst einmal ihre Wunden lecken, dann werden wir sehen, welche Mannschaft das besser verkraftet", sagte Behrmann.