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Samuel Peter will Revanche gegen Wladimir Klitschko
Wiedersehen nach knapp fünf Jahren
09.09., 11:20
Wladimir Klitschko will am späten Samstagabend seinen Weltmeistertitel der Verbände IBF und WBO im Schwergewicht verteidigen. Der Gegner ist für ihn kein Unbekannter: Der Nigerianer Samuel Peter hatte dem jüngeren der Klitschko-Brüder 2005 in einem WM-Ausscheidungsfight in Atlantic City einen großen Kampf geliefert.

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Nur gucken, nicht anfassen? Wladimir Klitschko zeigt die WM-Gürtel seinem Herausforderer Samuel Peter.

Samuel Peter will Revanche gegen Wladimir Klitschko

Drei Mal war Klitschko dabei am Boden, in der zwölften Runde aber knockte er seinerseits Peter beinahe aus und gewann am Ende nach Punkten. Seitdem ist Wladimir Klitschko unbesiegt. Vor zwei Jahren trat Peter auch gegen Klitschkos älteren Bruder Vitali an, lieferte in Berlin aber eine ziemlich klägliche Vorstellung ab. Nach der achten Runde gab er auf und übergab seinen WBC-Weltmeister-Gürtel an Rückkehrer Vitali Klitschko.

Wenn Peter am Samstag in der Frankfurter Commerzbank-Arena vor etwa 40.000 Zuschauern erneut gegen einen Klitschko antritt, soll der Kampf diesmal zu seinen Gunsten ausfallen. "Was 2005 begonnen wurde, soll nun zu Ende geführt werden. In Runde sechs gibt es einen K.o.-Sieg Samuels", prophezeit dessen Trainer Abel Sanchez.

Klitschko gab sich angesichts solcher Vorhersagen bei der Pressekonferenz betont gelassen: "Ich bin es gewohnt, vor meinen Kämpfen zu hören, dass mir ein schneller K.o. verpasst wird." Etwas provokant wedelte er die WM-Gürtel der beiden Verbände vor Peters Nase. Zuvor hatte das Klitschko-Management Peter zu dessen Geburtstag eine Torte in Form eines Boxrings überreicht. "Das ist dein Ehrentag. Deshalb darfst du die Gürtel mal berühren und mal halten, aber mehr nicht", sagte Klitschko in Richtung des Afrikaners. Der behielt aber seine stoische Ruhe bei und sagte nur: "Ich werde die Antwort im Ring geben."

Klitschkos Trainer Emanuel Stewart warnt jedenfalls davor, den Kampf zu leicht zu nehmen: "Ich habe mehr Respekt vor Samuel als vor fünf Jahren." Dennoch werde sein Schützling natürlich den Kampf gewinnen, denn Wladimir sei "auf dem Höhepunkt seiner Karriere" und "der beste Boxer der Geschichte". Stewart, der mit seinen 66 Jahren noch fit genug war, am Mittwoch eine komplette öffentliche Übungseinheit mit seinem Schützling zu absolvieren, rechnet mit einem K.o.-Sieg Klitschkos in der vierten oder fünften Runde.

Eigentlich hätte Klitschko gar nicht gegen Peter geboxt. Doch der russische Pflichtverteidiger Alexander Povetkin wollte den vorlegten Kampfvertrag nicht unterschreiben. Deshalb wurde ihm von der IBF der Status als Nummer eins aberkannt.